Wirtschaftspsychologie – Bachelor und Master Vergleich

Überall dort, wo das Verhalten von Menschen Einfluss auf wirtschaftliche Abläufe nehmen kann, also eigentlich in jedem Betrieb, in jeder Schule, in jeder Organisation, ob als Konsument oder als Produzent, ist der Beruf des Wirtschaftspsychologen gefragt. Das Studium dieser Fachrichtung der Psychologie wurde früher ganz allgemein mit einem Diplom abgeschlossen. Heute, nach der Umstrukturierung der Studiengänge, stellt sich jedoch immer wieder die Frage: Bachelor oder Master?

Da bereits der Bachelor-Studiengang als berufsqualifizierend gilt, scheint es doch eigentlich nicht notwendig den Master noch anzuhängen. Aber das ist zu kurz gedacht. Beim Bachlor werden eigentlich nur die psychologischen Grundkenntnisse, einige Methodenkenntnisse, die Testtheorien und die Anfänge der Eignungsdiagnostik unterrichtet. Das Berufsbild des Bachlor wirkt daher ein wenig unfertig – nichts destotrotz gibt es auch hier gute Berufsaussichten.

Wer allerdings ein wenig in den Chefetagen oder bei den großen Beratungsfirmen als Personalberater tätig werden möchte, kommt um das Master-Studium der Wirtschaftspsychologie nicht herum. Die aufgezeigten Perspektiven sind um ein vielfaches breiter, der Master ist stärker wissenschaftsorientiert und fördert eher das selbständige Handeln, auch als freier Unternehmensberater. Dem Master der Wirtschaftspsychologie eröffnen sich dann auch Zugänge zur klinischen Psychologie ebenso wie zu den Nachbarfächern Wirtschaftsrecht und Wirtschafts- und Arbeitswissenschaften.

Das Master-Studium umfasst zum Beispiel auch das Training interkultureller Soft-Skills, Konfliktbewältigung in und unter einzelnen Gruppen und der Master der Wirtschaftspsychologie berät bei der Verbesserung vom Kommunikations- und Informationsstrukturen innerhalb und außerhalb von Organisationen ebenso wie bei Gesundheitsfragen.

Wirtschaftspsychologie – Was ist das?

Ein eher junger Bereich der Wissenschaft ist die Wirtschaftspsychologie ( engl. economic psychology ).
Um diesen Begriff verstehen zu können, sollte man sich vielleicht einmal die Zweige ansehen, die den Ursprung bilden.
Hugo Münsterberg prägte im Jahre 1912 den Schwerpunkt.

Psychologie: erklärt uns das Verhalten eines Menschen, Reaktionen auf innere und äußere Einflüsse
Wirtschaftswissenschaften: lehrt uns das Wissen der Ökonomie, Ziele der Wirtschaft

Was genau ist also Wirtschaftspsychologie?
Ganz einfach! Es werden Erkenntnisse aus der Psychologie genutzt, um diese auf wirtschaftliche Fragen und Probleme zu übertragen. Die Wirtschaftspsychologie befasst sich mit dem Verhalten und den Reaktionen von Menschen in Wirtschaftsunternehmen.
Das Studienangebot an deutschen Hochschulen ist groß!
Es gibt zwei Möglichkeiten, entweder den Schwerpunkt Wirtschaftspsychologie in einem Psychologiestudium zu wählen, oder sich dieses Themengebiet von vornherein als Master oder auch Bachelorstudiengang zu wählen.
Dies ist sowohl an privaten, als auch an öffentlichen Hochschulen möglich.

Studieninhalte sind unter anderem:
* Wirtschaftswissenschaft
* Mathematik
* Psychologie
* Soft Skills
* Juristische Inhalte
* Sprachen
* verschiedene Praktika und Master-/ Bachelorarbeit

Wirtschaftspsychologie – Berufsfeld, Karriere und Kosten

Der Studiengang Wirtschaftspsychologie befähigt Studenten nach erfolgreichem Studium dazu, zielgerichtete Konzepte für Unternehmensberatungen, Markforschungseinrichtungen, aber auch für PR-Agenturen oder Werbeagenturen zu erstellen, nachdem Meinungen und Verhaltensmuster von bestimmten Bevölkerungsgruppen erforscht wurden. Auch öffentliche Vereinigungen sind an solchen Ergebnissen interessiert, sodass Sie nach dem Studium Beschäfigung bei unterschiedliche Arbeitgeber finden. Wirtschaftspsychologie können Sie als eigenständiges Fach sowie als Schwerpunkt innerhalb eines betriebswirtschaftlichen Studiums belegen. Der Abschluss ist Master of Arts.

Sie können das Master Studium nach erfolgreichem Bachelor Studium an einer Fachhochschule oder als Fernlehrgang bei einer Fernhochschule absolvieren. Beim Fernstudium werden Studiengebühren erhoben, die monatlich zu zahlen sind und relativ hoch liegen. Der Vorteil eines solchen Studiums ist jedoch, dass Sie berufsbegleitend studieren können und die Gebühr durch Ihr Einkommen gezahlt werden kann. Sie sichern dadurch Ihren Arbeitsplatz und haben die Möglichkeit, nach erfolgreichem Studium eine höhere Position zu erhalten.

Sind Sie Student an einer Fachhochschule zahlen Sie in den meisten Bundesländern keine Studiengebühr mehr für ein Master Vollstudium. Dennoch ist ein Einkommen für Lernmittel und Studienbedarf, beispielsweise für Bücher und Lernunterlagen notwendig. Dies erhalten viele Studenten durch Nebentätigkeiten, aber auch durch Studienkredite.